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Gleichstellungsbüro

Die Gleichstellungsbeauftragte der Samtgemeinde Radolfshausen stellt sich vor:
Petra Kluge Gleichstellungsbeauftragte
Zur Person:
Petra Kluge, Gleichstellungsbeauftragte (Ehrenamt) der Samtgemeinde Radolfshausen,
seit August 2003

Persönlicher Rahmen:
Heilpädagogin im besten Alter, verheiratet, einen Sohn

Hobbies:
Kontakt und Umgang mit unterschiedlichen Menschen, Familie, Handarbeit und Lesen

Lebensmotto:
Hilf mir zu erkennen was zu ändern ist, Mut es zu ändern,
Fähigkeit zu erkennen was nicht zu ändern ist, Gelassenheit zu nehmen was nicht zu ändern ist.

Wichtigste Erkenntnis – nach einer indianischen Weisheit:
Urteile nie über einen Menschen bevor du nicht eine Meile in seinen Mokassins gelaufen bist.

Was mich motiviert: Ein Lächeln von Menschen die mir begegnen, der Respekt von Menschen die mich kennen, Menschen die Mithelfen wo es notwendig ist.

Was würde ich ändern: Es ist genug diskutiert worden, packen wir es an.

Was mich aufregt: Menschen mit mehreren Gesichtern und Meinungen, fehlender Courage die eigene Erkenntnisse zu vertreten.

Wo ich mich am wohlsten fühle: Im Kreise der Familie und Freunden

Für wen ich schwärme: David Cassedy, Mike Oldfield, Alice Cooper,

Mein Lieblingsbuch: Anna Karenina, eines von vielen.

Meine Beweggründe als Gleichstellungsbeauftragte zu arbeiten:
Meine Einstellungen und Aktivitäten in der Gemeinde führten dazu, das Personen meinten ich solle mich auf dieses zur Verfügung stehende Ehrenamt bewerben. Hinzu kommt mein tiefes Verständnis dafür, dass wir als Menschen nur als Gemeinschaft gesund leben können.

Mit welchen Fragen kommen die Personen:
Die Fragen haben immer mit den Menschen und ihrer aktuellen Lebenssituation zu tun. Es sind häufig persönliche Anliegen, mit dem Wunsch nach Informationen und Unterstützung auf verschiedenen Gebieten. Die Schweregrade der Themen und die Betroffenheit der Einzelnen sind sehr unterschiedlich und erfordern eine angemessene Gesprächsführung.

Meine Aufgabe sehe ich im Zuhören, respektvollem Handeln, Mut machen und meist verbunden mit einer Vermittlung an kompetente Fachleute.

Neugierig geworden - Schauen Sie doch mal vorbei!

Ihre Petra Kluge

Sie erreichen mich grundsätzlich dienstags in der Zeit von 9:00 bis 11:00 Uhr im Rathaus der Samtgemeinde Radolfshausen, Zimmer Nr. 9, Tel. 05507/9678-14. Außerhalb der Sprechzeit bin ich unter Tel. 05507/3262 erreichbar.



„ Erntedank „
Erntedank als Tradition zunehmend versteckt, auch vergessen und spielt sich hauptsächlich in kirchlichen Bereichen ab. Zunehmende Kultur des Einkaufens in Supermärkten und Kaufhäusern verändert die direkte Einstellung zur Natur, für die Gaben und wo kommen sie her kommen. Für unsere westliche Gesellschaft eine Selbstverständlichkeit geworden einkaufen gehen zu können, kein Mangel an Lebensmittel zu leiden, verliert sich auch der Dank für die Gaben des zurück liegenden Jahreskreises.

„Erntedank“ ein Moment des Innehalten im Respekt vor Natur und Mensch, Dank sagen für die Gaben die wir erhalten haben, oder auch geben konnten.

Aus diesem Anlass möchte ich mich rückblickend auf das Jahr der Gleichstellungsstelle bedanken. Bedanken für alle Gaben in Form von Begegnungen, Erlebnissen, Ideen und Mut zum Mitmachen. Gemeinsame Wege gehen mit Menschen die mit viel Energie unterwegs waren und sind Gutes an Mitbürgern zu tun, aufeinander zuzugehen, Hilfe anbieten und Hilfe anzunehmen.

Ein Dankeschön an Personen die ich erleben konnte in verschiedenen Generationen und Motivationen.
Auf diesen Weg möchte ich Mutmachen sich auf den Weg zu machen, auf andere zuzugehen, miteinander ein Stück Lebensweg gehen und in schwierigen Zeiten halt zu finden. Das Gefühl nicht allein zu sein auf diesen Weg, ist ein Erleben das eine lebensfrohe Gemeinschaft trägt.

Danke, und mit großer Neugier auf weitere Begegnungen. Petra Kluge


Jahresbericht 2011 der Gleichstellungsbeauftragte der Samtgemeinde Radolfshausen
Seit 2003 bin ich in der Samtgemeinde Radolfshausen mit der ehrenamtlichen Tätigkeit als Gleichstellungsbeauftragte betraut. Mein persönliches Dankeschön geht an die Verwaltung und deren Mitarbeiter, ebenso den Ratsmitgliedern, die diese Arbeit für wichtig empfinden und praktisch unterstützten. Es ist keine Selbstverständlichkeit, dieses freiwillige soziale Tätigkeitsfeld der Gleichstellungsbeauftragten neben der wichtigen Verwaltungsarbeit der Samtgemeinde zu integrieren und mit Ressourcen zu versorgen.

Bundesweit ist die Aufgabe der Gleichstellungsbeauftragten gesetzlich festgelegt und orientiert sich am Grundgesetz. Für mich bedeutet es die Gleichstellung von Mann und Frau, in Erweiterung zu Gleichberechtigung unter Generationen, Behinderung und Nichtbehinderung, aller gesellschaftlichen Schichten und aller demokratischen Parteien. Ein respektvoller Umgang der Bürgerinnen und Bürger miteinander, und die Wahrung unserer Demokratie mit ihren Rechten und Pflichten ist die Basis meines Handelns.

Die Arbeit in der Samtgemeinde unterscheidet sich grundsätzlich kaum von der Arbeit der Gleichstellung in größeren Städten. In Gesprächen mit Kollegen wird diese Erfahrung bestätigt.
Besondere Ausgangsbedingungen unterliegen der individuellen Infrastruktur einzelner Gemeinden: Erschwerte Mobilität (öffentlicher Nahverkehr), geringere Dichte von Vernetzungs- und Beratungsstellen. Es bedeutet Arbeiten mit geringeren Ressourcen unter Berücksichtigung traditioneller Sichtweisen.

Aus diesen Gründen ist meine Intuition dieses Tätigkeitsfeld mit der größtmöglichen Anonymität auszuführen, mit dem Hauptanteil an Empathie. Wachsam sein und zuhören können, bürgereigene Kompetenzen erkennen und aktivieren, waren bislang meine Vorgehensweise.

Ich möchte in diesem Bericht meine Aufgabenbereiche im Allgemeinen aufführen und spezielle Bereiche unserer Samtgemeinde integrieren.

Aufgabenbereich innerhalb der Verwaltung:

Ansprechpartner für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter - Unterstützung und Beratung für die Verwaltung – Vermittler an Informationen unter Berücksichtigung aller Vorschriften – Information über Personalwesen, Arbeitsbedingungen und Organisationsentwicklung.

Aufgaben außerhalb der Verwaltung:
Interessen vertreten in kommunalpolitischen Gremien, Information und Beratung für kommunale Gremien, Bürgerinteresse vertreten, Problemanalysen erstellen und an Fachkompetenzen vermitteln, Vorschläge erarbeiten für Grundsatzlösungen am Arbeitsmarkt und in sozialen Tätigkeitsfeldern, Bürgerinteressen stärken, Mitarbeite in den Themenfeldern Kinderbetreuung, öffentlicher Nahverkehr, Gewalt, Diskriminierung, soziale Gerechtigkeit.

Gleichstellungsauftrag:
Gleichstellung von Frauen und Männern, tatsächliche Umsetzung und Durchsetzung auf breiten Ebenen der Gesellschaft. Frauen informieren, motivieren und dabei unterstützen, den Raum einzunehmen der ihnen zusteht. Wir müssen auch heute noch am Thema Gleichstellung arbeiten, denn Frauen erhalten immer noch häufig geringeres Gehalt als Männer, bei gleicher Arbeitszeit und Leistung. Frauen sind häufig nicht ihrer Qualifikation entsprechend beschäftigt. Der Anteil der Frauen in Minijobs ist sehr hoch, eine Absicherung fürs Alter ist oftmals nicht integriert. Der Widereinstieg in den Beruf nach Erziehungspause ist erschwert durch Verantwortung gegenüber den Kindern für Erziehung und Bildung. Die Infrastruktur der Gemeinden und der eingeschränkte öffentliche Nahverkehr mit nicht gehaltsverträglichen Fahrpreisen und komplizierte Fahrrouten verlängern die Abwesenheitszeit von der Familie.

Weitere Themenfelder unserer Samtgemeinde:
Die sozialen Netzwerke der einzelnen Gemeinden sind zu erhalten und zu stärken. Dazu gehören Kindergarten mit Krippe, Schule und Ganztagsbetreuung, Jugendräume, Veranstaltungen und Aktivitäten in Zusammenarbeit mit den Vereinen und Organisationen.

Mein besonderes Interesse ist darauf gerichtet, die Energien der einzelnen Gemeinden und deren Interessenvertreter zu bündeln, um eine Veränderung der Bildungspolitik zu erwirken (z.B. Bestand der Schulen schützen, kleinere Schülerzahlen in den Klassen, Entlastung der Lehrer) ohne Rücksicht auf Kosten, für eine gute Entwicklung unserer Kinder.

Die Ganztagsbetreuung konnte erfolgreich verwirklicht werden durch den Einsatz von Fördervereinen und einsatzfreudigen Frauen und Männern. Die Arbeit ist von Erfolg gekennzeichnet, bedarf aber einer Verbesserung durch eine angemessene Bezahlung der Tätigkeit, Respekt und Integration in die Schulverwaltung.

Ein stetig wiederholendes Diskussionsthema ist die Beförderung im Schulbus, für die Kinder zum Teil eine gefährliche Reise (Aussage von Bürgerinnen).

Ziele und Effekte der Gleichstellungsarbeit im Allgemeinen:
Steigerung der Lebensqualität in unserer Gemeinde, und somit in persönlichen Bereichen
Abwendung von Arbeitslosigkeit und häufig damit verbundenem sozialem Abstieg
Vermeidung von Folgekosten durch Erkrankungen, auch Vermeidung der Abhängigkeit von staatlichen Leistungen
Konflikte können reduziert werden
Ressourcen der Infrastruktur nutzen und Fachkompetenzen in die Gemeindearbeit einflechten
Konstruktives Gemeindeleben mit viel Respekt füreinander und untereinander
Selbstbewusstsein stärken
Demokratie leben mit ihren Rechten und Pflichten

Projekte im Jahr 2011:
Kulturelle Angebote, Mithilfe bei Vereinen und Organisationen
Regelmäßige Sprechzeiten wurden angeboten und genutzt.
Mitarbeit im Projekt Nachbarschaftshilfe
Computerteam in einem besonderen Schutzraum, ohne Leistungsdruck und individuellen Tempo
Unterstützung der Seniorenarbeit und Interessengruppen

Meine Tätigkeit als Gleichstellungsbeauftragte kann ich nur mit praktischer Unterstützung und dem Vertrauen aller Bürgerinnen und Bürger der Samtgemeinde erfolgreich durchführen.

Ich bin gerne zu einem Gespräch bereit, werde auf Fragen hoffentlich die richtige Antwort haben und freue mich auf konstruktive Unterstützung im Jahr 2012.


Danke
ist ein großes allumfassendes Wort. Aber genau dieses Wort möchte ich, Ihre Gleichstellungsbeauftragte der Samtgemeinde Radolfshausen, für Ihre Unterstützung in den letzten Jahren verwenden.

Die unterschiedlichsten Projekte wurden ausgearbeitet und umgesetzt. Voraussetzung dafür war die Zustimmung aller in der Samtgemeinde vertretenden Parteien. Die Ausführung ist nur möglich durch Zusammenarbeit mit allen Bürgern und Bürgerinnen.
Gleichstellung ist für mich die Zusammenarbeit in sozialen Netzwerken unabhängig von Alter, Geschlecht, Religion und Partei.

Erinnern möchte ich an jährliche Vorträge in der Samtgemeinde, durchgeführt von kompetenten Fachfrauen für Frauen. Meine Sprechzeiten, jeweils Dienstags oder nach Absprache, finden regen Anklang. Die Kommunikation liegt mir ganz besonders am Herzen, denn nur so kann ich die Bedürfnisse und Interessen der Bürgerinnen und Bürger erfahren und Lösungen finden.

Aus der Summe aller Tätigkeiten und unter Berücksichtigung der Interessen und Ressourcen der Samtgemeinde entstand das Familien-ABC. Hierbei waren meine stärksten Unterstützer die Seniorenbeauftragten der einzelnen Gemeinden. Aus der Zusammenarbeit mit dem Landkreis und der dortigen Gleichstellungsbeauftragten heraus bewarb sich die Samtgemeinde Radolfshausen für die niedersächsische Ausschreibung Seniorenservicebüro. Nachdem der Zuschlag in unserer Region an die Caritas Duderstadt ging, habe ich eine aktive Zusammenarbeit mit Frau Mitschke von der Caritas Duderstadt aufgenommen.

Im Frühjahr 2010 entstand das neueste Projekt „Nachbarschaftshilfe“. Beim Aufbau dieses Projektes konnten auf Recherchen und Erfahrungen aus dem Familien-ABC zurückgegriffen werden. Der Landkreis Göttingen hat Fördermittel für die Finanzierung der Nachbarschaftshilfe dieses Projektes bereit gestellt. Hieraus werden zwei Mitarbeiterinnen finanziert, die in diesem Bereich tätig sind. Jetzt gilt es, interessierte und engagierte Mitunterstützer zu finden.

Ein besonderes Highlight war unserer Wellnesstag für Frauen, der im Herbst 2011 wieder angeboten wird.

Immer auf der Suche nach Neuem, entstand die Idee, den gut ausgestatteten Computerraum im Gebäude der Grundschule Seeburg/Seulingen in Seeburg zu nutzen. Am 15.09.2011 wird hier erstmals ein EDV-Workshop angeboten, Thema: Bewerbung and more.

Auch dieses Projekt lebt nur durch ihre aktive Mitarbeit. Und daher auch an dieser Stelle schon mal ein Danke.





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